Der Standard besprach Letzte Tage mit Teresa von Ávila
Und wenn man, wie das nicht wenige Historiker tun, die Entstehung des Individuums in unserem heutigen Verständnis für ein Phänomen der Neuzeit oder der Moderne hält, dann kann man Teresa von Ávila sogar als eine Gründungsfigur lesen. Sie hat maßgeblich dazu beigetragen, die erste Person Singular geltend zu machen: sie verlieh dem Ich ein Leben.
Bert Rebhandl, Der Standard, 4. April

Cristina Morales, Friederike von Criegern (Übersetzung)
Letzte Tage mit Teresa von Ávila
Roman
EUR 24,00
Matthes & Seitz Berlin
ISBN: 9783751810678 📋
Eine Frau, die sich über Konventionen, Dogmen und patriarchale Machtstrukturen radikal hinwegsetzt: als Frau, als Nonne, als Schriftstellerin, als Rebellin. In einem furiosen Selbstgespräch schlüpft Cristina Morales in die Haut der großen spanischen Mystikerin Teresa und erzählt ihr Leben neu. Als Tochter eines zum Christentum konvertierten jüdischen Kaufmanns trat sie 1535 mit 20 Jahren in ein Karmelitinnenkloster ein. Später gründete sie 17 Reformklöster, kämpfte gegen die Inquisition und schrieb Werke, die bis heute zu den bedeutendsten der christlichen Mystik zählen. Morales’ Teresa ist …
