Mythos, Ironie, Artifizialität besprochen

Gerade die Filminteressierten werden sich über technische Erklärungen und filmhistorische Einordnungen freuen, und es ist beinahe schade, dass man das stumme Buch nicht hören kann, hat es doch viel zu erzählen.
Martin Seng, deadline, September/Oktober

Cover

Selina Hangartner
Mythos, Ironie, Artifizialität:
Das Kino im Medienwandel zum Tonfilm

EUR 34,00
Schüren Verlag GmbH
ISBN: 9783741005558 📋

Frühe Tonfilme, die um 1929 erstmals im grösseren Stil kommerziell ausgewertet wurden, hatten das Publikum von einem neuartigen Kinoerlebnis zu überzeugen. Faszinierend ist, dass in dieser Phase medialen Umbruchs eine beachtliche Anzahl von Filmen ihre eigene Medialität selbstreflexiv ausstellten: Schien die neue Dimension des Tons eigentlich einem gesteigerten Illusionismus der Filme den Boden zu bereiten, durchbrachen diese tatsächlich solche Konventionen mit ihrer medialen ‹Selbstbespiegelung› vehement. Ihr Anti-Illusionismus mündete in narrativ fantasievoll konstruierten filmischen Welten; …